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Mittwoch, 16. September 2015, 21:58

Sint-Michielskerk | St.-Micheal-Kirche








Mitten in der schönen Altstadt von Leeuwen steht die Sint-Michielskerk (St.-Michael-Kirche), auch kurz Stadtkirche genannt. Nördlich schließt sich der Kirchplatz an, östlich das Gemeinde- bzw. Pfarrhaus, sowie ein Kirchgarten.

Das Kirchenschiff und der untere Teil des Turms sind aus Sandstein gefertigt, verputzt und gelb angestrichen. Der Turmaufbau besteht aus Holzfachwerk, ist verschiefert und der Dachausbau besteht aus Holzbalken, die mit roten Ziegeln bedeckt sind.

Im Kirchturm hängen mehrere Glocken, die alle 1923 gegossen wurden und aus Stahl bestehen. Das große Glockenspiel findet täglich um 7.00 und um 19.00 Uhr statt und stammt noch aus der Zeit, als die Schichten der Arbeiter zu diesem Zeitpunkt begannen bzw. endeten.

An der Stelle der heutigen Kirche befanden sich bereits seit dem 12. Jahrhundert Kirchbauten. Der erste Bau entstand im 12. Jahrhundert und war eine Saal-Apsis-Kirche. Sie wurde Mitte des 15. Jahrhunderts durch eine Hallenkirche ersetzt, die 1603 einem Stadtbrand zum Opfer fiel. Zwar wurde sie einige Zeit danach wieder aufgebaut, doch bereits 1624 erneut durch einen Brand vernichtet. Man vermutete Brandstiftung, konnte jedoch niemandem die Tat anlasten.

Lange Zeit danach musste Leonshöhe ohne Kirche auskommen. Die Messen wurden auf dem Kirchplatz unter freiem Himmel abgehalten, bei jedem Wetter. Schutz fanden die Bürger nur unter Planen, die auf langen, dicken Holzpfählen befestigt waren. Erst 1752 fand sich ein neuer Architekt, Michael Krohne, der bereit war für wenig Lohn den Bürgern eine neue Kirche zu erbauen. Dieser Neubau zog sich über Jahre hinweg bis ins Jahr 1761 und der Turmbau sogar bis ins Jahr 1770. Von ihm erhielt die Kirche auch ihren Namen.

Aufgrund des Geldmangels fiel der Innenausbau eher spärlich aus. Auf den Prunk, den man andernorts von den Kirchen in dieser Zeit gewohnt war, musste St. Michael verzichten. Der Innenraum besteht aus einer zweigeschossigen Empore an der Nord- und der Südseite, Taufbecken, Altar und Kanzel sind dem Chorraum linear angeordnet. Lediglich die Kanzel wurde prunkvoll verziert und fällt sofort als Blickfang auf.

Das Altarkreuz stammt aus dem Jahr 1766, besteht aus schwarz lackiertem Holz und hat versilberte, durchbrochen gearbeitete Metallbeschläge mit Bildmotiv im Sockel. Der Taufstein aus dem Jahr 1761 wurde von sieben „ledigen Mannspersonen“ gestiftet und von Jan Ridder, einem ortsansässigen Bildhauer, geschaffen.

In der Zeit von 1990 bis 2006 wurde die Kirche umfassend saniert und strahlt seither in leuchtendem Gelb, der Sonne nachempfunden, als Wahrzeichen im Altstadtkern der Stadt.