
erwidert den Handschlag
Vielen Dank, Frau Senatspräsidentin.

fährt zum Rednerpult, legt eine Mappe mit Staatswappen darauf, fährt es auf die passende Höhe und erhebt dann die Stimme
Ich danke Ihnen allen!
Sehr geehrte Frau Senatspräsidentin,
sehr geehrter Herr Staatskanzler,
sehr geehrter Damen und Herren Staatsminister,
sehr geehrte Senatorinnen und Senatoren,
liebe Gäste,
verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
zunächst einmal möchte ich danken. Ich möchte danken den vielen Bürgerinnen und Bürgern in unserem Land, die mir vor gut zehn Tagen ihr Vertrauen geschenkt haben für eine neue Amtszeit als Staatspräsident, als höchster Vertreter unseres Landes. Aber ich danke auch all denen, die mir bei der vergangenen Wahl nicht ihre Stimme gegeben haben. Opposition ist ein lebendiger Ausdruck der Demokratie, in der jede Stimme zählt, jede Stimme wertvoll ist und jede Stimme zeigt, wie gut dieses System ist. Ich werde mich bemühen, in meiner nun beginnenden Amtszeit mein Amt so auszuführen, dass Sie mit meiner Arbeit zufrieden sind, gleichwohl ich weiß, dass dieser Vorsatz schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist, denn die Demokratie lebt von Pluralismus. In einer pluralistischen Gesellschaft kann nicht jeder den selben Geschmack, die selbe Vorstellung und die selben wünsche haben – und das ist auch gut so.
Dann möchte ich Ihnen, Frau Senatspräsidentin danken, einerseits für die freundlichen, aber doch mahnenden Worte, das Volk nie zu vergessen und die Glückwünsche, andererseits aber auch für die geleistete Arbeit in den letzten Tagen und Wochen, in denen Sie nicht nur dem Senat, sondern auch unserer Republik vorstanden, als Vertreterin des nun aus dem Amt geschiedenen Staatspräsidenten.
Bei Staatspräsident Lacroix und seiner Familie sind heute unsere Gedanken und Gebete, unsere guten Wünsche. Er hat in den letzten sechs Monaten für unser Land viel getan und wurde kurz vor Ende seiner Amtszeit zu einem Opfer eines feigen und hinterhältigen Anschlages, der mindestens einen Toten gefordert hat.
Den Kräften, die diesen Anschlag verübt haben, sage ich: Ihr habt euch mit den Falschen angelegt, Wir werden Euch mit aller Entschlossenheit und Härte verfolgen. Wir werden euch suchen, aufspüren, finden, verhaften und wir werden dafür sorgen, dass ihr zur Rechenschaft gezogen werdet.
Wer sich mit unserer Demokratie anlegt, wer sich zum Feind unserer Gesellschaft und unserer Lebensweise macht, wird erleben, wie stark unser Land ist. Wir werden euch besiegen, denn unsere Menschlichkeit ist stärker als euer Hass und je stärker er wird, desto näher werden wir zusammenrücken und euch die Stirn bieten. Ihr werdet nicht siegen, denn wir schenken euch nicht unsere Angst.
Je mehr Grausamkeit ihr sät, desto mehr Liebe und Freundschaft werden wir ernten, je mehr Vernichtung ihr unternehmt, desto mehr Solidarität werden wir schenken.
Eure Versuche sind zwecklos, ihr werdet nicht gewinnen, denn das Gute mag euch zwar schwach und verletzlich erscheinen, es kehrt alles in das Gegenteil um, was ihr mit Waffen erreichen werdet.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
gemeinsam mit der Staatsregierung und den Sicherheitsbehörden werde ich daran arbeiten, Terroristen, die unsere Freiheit bedrohen, entgegenzutreten und sie zu zerschlagen.
Denn in unserer Gesellschaft ist kein Platz für die, die mit Gewalt und Schrecken versuchen, zu teilen was zusammengehört.
Wir alle haben es in der Hand, die Stärke unserer Gesellschaft zu unserem Vorteil zu nutzen, wir alle haben es in der Hand, uns zu engagieren, wo Hilfe Not tut und denen die Hand zu reichen, die am Abgrund stehen und drohen hineinzufallen.
Wir alle haben es in der Hand, Veränderung zu fordern, wo Gescheitertes und Verstaubtes nicht mehr funktioniert. Wir alle haben es in der Hand, mit neuen Ideen unser Land und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wir alle haben es in der Hand, unsere Demokratie aktiv mitzugestalten. Ganz besonders dann, wenn wir merken, dass unsere Hilfe dringend gebraucht wird.
Ich möchte Sie alle aufrufen, sich einzusetzen, für das, was Ihnen wichtig ist, auch wenn dieser Einsatz vergeblich scheint, denn jede große Idee, jede große Veränderung entstammt einem kleinen Ursprung.
Es gibt keine Verlierer, letztendlich gewinnen wir alle, egal, wie das Ergebnis aussieht.
Auch ich werde in den kommenden Monaten meine Kraft dem Wohle unseres Landes widmen und ich bitte Sie dafür um Unterstützung - ich lade Sie ein, mit mir Bergen besser zu machen.
Zum Schluss möchte ich noch einige persönliche Worte an meine Familie richten: Ihr habt mich in den letzten Wochen und Monaten tatkräftig unterstützt und habt viele Nachteile in Kauf genommen und ich weiß, dass ich mich immer auf euch verlassen kann.
Ohne euch wäre ich heute nicht hier, hätte ich das nie geschafft – und dafür danke ich euch.
Ich möchte schließen mit der Feststellung, dass sich die Ereignisse der Vergangenheit in der Gegenwart wiederholen und gleichen – in diesem Fall ist es eine traurige Feststellung, denn vor etwa sechs Monaten waren die gemeinschädlichen Verbrechensakte einzelner ebenfalls Themenschwerpunkt der Vereidigung eines Staatspräsidenten. Nun scheint es, habe ich mit Staatspräsident Lacroix die Rollen getauscht, denn ich bin nun bei Ihnen, während mein Vorgänger das nicht sein kann.
Lassen Sie uns dafür sorgen, das in Zukunft zu verhindern!
Herzlichen Dank.