Die Bergische Parteienlandschaft ist vielfältig, wenngleich sich einige Parteien über viele Jahre hinweg als starke Einflussfaktoren herausgebildet haben, während die Bedeutung der anderen schwankt. Gerade in jüngerer Zeit gerieten aber auch die größeren Parteien UBK und SPB gelegentlich in schwieriges Fahrwasser und verloren ihre Vertretung im Senat, während die Ergebnisse der SLP trotz - oder gerade wegen der besonderen personellen Stabilität - einer starken Schwankung unterliegen. In den Zeiten schwacher Großparteien ist es insbesondere der NÖPB bereits mehrfach gelungen, mit ganz erheblichen Wahlergebnissen an diese anzuschließen, zuletzt auch der BF.
Mit Einführung der politischen Regionen und einer eigenständigen Bürgervertretung auf dieser Ebene 2015 bildeten sich in den sprachlich diversen Regionen
Trübergen und Noranda eigene Parteien heraus, die teilweise durch die nationalen Parteien als "Partnerparteien" unterstützt oder auch nur durch Verzicht auf Konkurrenz toleriert werden. In umgekehrter Weise verzichten diese Parteien jedoch darauf, an Senatswahlen oder an Wahlen in den Regionen
Bergen-Stadt und Lorertal anzutreten. Dabei bestehen teils erhebliche Schnittmengen, manchmal aber auch nur zentrale gemeinsame Grundüberzeugungen.
Herausgeber: Lehrstuhl für Politik und Verwaltung der Staatlichen Universität zu Bergen (Stadt)