Großkonzern plant offen Steuerflucht!
12.01.09 (Allgemein)
Saint-Pierre. Wie der bisher von den Westlichen Inseln aus operierende Großkonzern “Saint-Pierre Enterprises Holding (SPE)” auf einer Pressekonferenz zugeben musste, erwägt die kapitalistisch wirtschaftende Firma offenbar eine Flucht aus der DU.
Die im Zusammenhang mit dem berüchtigten Ex-Kanzler Sylvain Rousseau-Mason (FLA) stehende Unternehmung gibt dabei offen zu, aus politischen und wirtschaftlichen Gründen zu handeln. Während die Menschen in der Heimat auf Arbeitsplätze warten, erwägt der Konzern eine Verlegung in das Mutterland des Kapitalismus, die Vereinigten Staaten von Astor. Als Gründe für den Bruch mit dem Heimatland gibt die profitorientierte Firma an: 1. Die neue, vom Volk gewählte fortschrittliche Regierung unter Führung der Linken Liste und 2. Die von dieser neuen Regierung des Volkes geplanten Verbesserungen des Steuerwesens, das für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Verteilung der materiellen Güter der DU sorgen soll.
Um der Drohung gegen die demokratisch gewählte Regierung noch mehr Nachdruck zu verleihen, betonte der Konzern, dass eine Verlegung des noch in der DU befindlichen Kapitals und des Firmensitzes auch sehr schnell durchgezogen werden könnte. Zitat aus der Pressekonferenz der “SPE”:
Eine Verlegung des Firmensitzes sei kurzfristig möglich, um eine Versteuerung nach dem dann günstigeren astorischen Raum vorzunehmen.
Um dem ganzen noch einen “sozialen” Anstrich zu geben, wurde von Sylvain Rousseau-Mason auch noch vorgegeben, man verlege den Firmenhauptsitz auch gerade, um Arbeitsplätze zu erhalten. Zudem wurde vom ehemaligen Anführer der abgewählten neoliberalen Koalition noch in recht eindeutiger Weise behauptet, die Steuern in der DU seien zu hoch und einer “weitere” Erhöhung dieser durch eine soziale Regierung würde die Wirtschaftlichkeit der Firma gefährden. Mit diesen vorgeschobenen “Begründungen” soll also die Kapitalflucht noch als “wirtschaftlich notwendig” beschönigt werden, obwohl dem kritischen Beobachter aus dem Volk durchaus klar ist, dass hier die Interessen der Firmeneigentümer und der “Shareholder” geschützt werden sollen und der Firma die demokratischen Wahlentscheidungen des Volkes und das Heimatland offensichtlich gar nichts mehr bedeuten.